Cornelia Umbach
Beratung - Stressmanagement-Tiergestützte Therapie

Pädagogisch, Therapeutisch angeleitete Mensch Tier Begegnungen ...

 

 

Traumaarbeit mit Pferden

 

Der Einsatz von Pferden in der Traumaarbeit:

Gerade für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene stellt das Pferd dank seiner Eigenschaften einen wertvollen Partner dar. Das Pferd bietet auf unterschiedlichen Ebenen zahlreiche Lern- und Erfahrungswerte besonders für traumatisierte Menschen.

 

Das Pferd als Fluchtier spiegelt sehr deutlich zum Beispiel  vorhandene Angst. Ihm ist von Natur nur die Reaktion der Flucht  auf drohende Gefahr  gegeben. Das Pferd als soziales Wesen wird den Menschen niemals unvermittelt und grundlos angreifen, eine Eigenschaft, die gerade Menschen mit Gewalterfahrungen Sicherheit und Vertrauen gibt. Aufgrund der hohen Sensibilität, die Pferden von Natur aus gegeben ist, im Bereich der Körpersprache und der Wahrnehmung der psychischen Verfassung des Menschen (Pferde kommunizieren untereinander ausschließlich über Körpersprache), halten sie dem Menschen einen Spiegel vor. Zum Beispiel: Bei einem  Kind oder Jugendlichem, dessen Auftreten äußerlich betrachtet, ruhig wirkt, innerlich aber unter dauernder Anspannung steht, wird das Pferd  dies sehr schnell zeigen. Dies kann geschehen durch die eigenen Anspannung, die bei dem bis dahin entspannten Pferd zu sehen ist, durch Unruhe oder andere Veränderungen im Verhalten des Pferdes. Das Pferd hält dem Kind, Jugendlichem oder Erwachsenen direkt einen Spiegel vor. Häufig ist es für die betroffene Person dann eher möglich, dieses Feedback anzunehmen, kommt es doch in nonverbaler, dennoch sehr anschaulicher Art und Weise, ohne Bewertung und Kritik. Für manche ist es auch eine interessante Erfahrung, dass dieses große Tier (als Fluchttier) wohlmöglich noch mehr Angst hat als er selbst, z.B. wenn es sich vor etwas für den Menschen ganz harmlosem sehr erschreckt.
Dieses Ereignis hat dann sogar zwei Facetten: Das Erschrecken des Tieres beobachten und die Kontrolle über das Tier zu behalten (die Zügel fest in der Hand zu behalten)

Kontrollverlust: Bei (sexueller) Gewalt ging es um Grenzverletzungen, ein daraus resultierendes typisches Symptom ist die Angst vor Kontrollverlust. Beim Umgang mit der Pferd (am Boden oder reitend) spiegelt sich diese Angst in mehreren Bereichen wider, z.B. findet sie sich in der Panik, die ausbrechen kann, wenn das Pferd zu schnell wird. Oder sie taucht auf, wenn das Pferd hinter der Person läuft, die es führt. Dies ist für traumatisierte Menschen häufig zu Beginn gar nicht möglich. Mit speziellen Techniken im Umgang mit dem Pferd lernen sie jedoch die Kontrolle über das Pferd zu gewinnen, die Führung zu übernehmen und damit Angst abzubauen, die wiederum in den Alltag übertragbar ist.  Ein wesentlicher Faktor im Umgang mit dem Pferd ist die  Arbeit an der eigenen Körpersprache.

Da (sexuelle) Gewalt sich immer in Beziehungen abspielt, in denen ein Machtgefälle besteht, ist dort das Erleben von Ohnmacht ein Grundgefühl des Opfers.  Hier bietet das Pferd ein spannendes Übungsfeld, ist es doch auf der einen Seite groß und stark und schnell, verlangt aber andererseits eine klare Kommunikation, um den Menschen als den Mächtigeren, als Leittier anzuerkennen. Es bietet die Möglichkeit, sich in der Rolle des Mächtigeren, jedoch nicht Macht missbrauchendem (dem würde sich das Pferd entziehen) zu üben und zu erleben.

Als Übung eignet sich hierzu z.B. das Führen des Pferdes.

 

 


Zeitlicher Rahmen:

Da es um individuelle Anliegen der betroffenen Personen geht, kann keine pauschale Auskunft über die Dauer von Beratung und/oder Tiergestützter Therapie getroffen werden.

Erfahrungsgemäß liegt die Dauer bei 10 – 25 Sitzungen, kann aber zuweilen auch deutlich darüber liegen. Dies ist dann meist der Fall, wenn ausschließlich pädagogisch, therapeutisch angeleitete Mensch-Tier-Begegnung eingesetzt wird.  

 



 

Terminvereinbarung

 

Telefonisch unter 05665-921221 oder
per E-mail: mailto:Traumaberatung-Umbach@t-online.de

Im Bereich Tiergestützte Therapie gibt es derzeit 2 freie Plätze